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23. Februar 2010 Thomas Kölker

Bundeswehrkonzert den Ton abdrehen!

Bericht vom Protest gegen das Neujahrkonzert der Bundeswehr in der Düsseldorfer Tonhalle unter der Schirmherrschaft des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dirk Elbers. 

Von Thomas Kölker Während die Besucher des Neujahrskonzerts sich auf kalte Schlachtmusik vorbereiteten, bereitete sich ein breites Bündnis aus allen linken Strömungen darauf vor, gegen das Neujahrkonzert lautstark Stimmung zu machen. 

So durften die Besucher erst einmal ein Flugblatt auf ihrem Weg in die Tonhalle lesen, Skelette sehen und sich Reden und Sprechchöre des Bündnisses anhören, woraus ganz deutlich wurde, wen sie sich jetzt anhören und dass die Kameraden der Orchesterangehörigen jetzt in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft für eine menschenverachtende Wirtschaftpolitik morden. 

Viele Besucher mögen sich an den teilweise mehr als 100 Protestlern maßivst gestört gefühlt haben, allerdings gab es gerade von Seiten unbeteiligter Passanten regen Zuspruch. Auch von Seiten der Ordnungshüter gab es, wenn auch sehr leise, Zuspruch. 

Jeder hat wohl verstanden, dass die Bundeswehr niemals in der Mitte der Gesellschaft verankert werden kann, ohne massiven Widerstand derer, die aus der Geschichte gelernt haben und für eine gewaltfreie, menschenwürdige, sozialgerechte Gesellschaft stehen. 

Die gute Mobilisierung der Protestbewegung lässt uns für den 27. Februar positiv vorausblicken, wenn wieder die Bundeswehr und mit ihr kriegsbeteilligte Nato-Nationen zu einem Konzert in den ISS Dome in Düsseldorf einladen. 

Deshalb: Seid am 27. Februar 2010 vor dem ISS Dome (Uhrzeit wird noch bekannt gegeben), zeigt den Kriegstreibern, dass die Bundeswehr und die Nato hier und anderswo unerwünscht sind.

Zeigen wir Ihnen, dass die Verankerung der Kriegsmaschinerie niemals ohne breiten Widerstand funktioniert und dass wo immer die Kriegstreiber von Bundeswehr, Nato und neoliberaler Politik sind, sie auf eine Blockade des Widerstandes und des Protestes treffen werden.