DIE LINKE.
26.02.2010
DIE LINKE. Düsseldorf ruft für Sonntag, 28.02.2010, zu Protesten gegen ein „Casting“ im Auftrag der US-Army auf. Im Intercity-Hotel an der Graf-Adolf-Straße werden „Statisten als Darsteller der Zivilbevölkerung in Krisengebieten“ gesucht. Dadurch soll „ein realitätsnahes Übungsszenario für die Soldaten und somit eine optimale Vorbereitung für deren Auslandsmissionen“ erreicht werden.
Hierzu erklären die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (DIE LINKE), der Sprecher der LINKEN. Düsseldorf, Jasper Prigge sowie die Düsseldorfer LandtagskandidatInnen der LINKEN, Prof. Wolfgang Dreßen, Frank Laubenburg, Wolfgang Zimmermann und Angelika Kraft-Dlangamandla:
Wir rufen dazu auf, am Sonntag ab 9 Uhr vor dem Intercity-Hotel an der Graf-Adolf-Straße 81-87 gegen das dort geplante Casting zu protestieren. Zwei Tage nach der Verlängerung des ISAF-Mandats durch eine Mehrheit des Deutschen Bundestages soll mitten in Düsseldorf „gecastet“ werden, um weitere Kriegseinsätze gegen die afghanische Zivilbevölkerung durchzuspielen zu ermöglichen.
Schon die Darstellung der beauftragten Casting-Agentur macht uns angesichts von über 2140 zivilen Opfern, darunter 346 Kinder, in Afghanistan allein im Jahr 2009 fassungslos.
Auf der Internetseite der Casting-Agentur wird beschrieben, dass die US-Army Menschen sucht, die auf einem Übungsgelände in Bayern Bewohner eines afghanischen Dorfes spielen, sogenannte COBs = Civilians On the Battlefield (dt.: Zivilisten auf dem Gefechtsfeld). Sie sollen eingesetzt werden, „realitätsnahe“ Umgebung für die Übungen der NATO/ISAF Truppen zu ermöglichen. Geprüft werden soll, ob „in der Realität Zivilisten zu Schaden gekommen wären“.
DIE LNKE sagt Nein zum Krieg gegen die afghanische Zivilbevölkerung. Das werden wir am Sonntag vor dem Intercity-Hotel erneut deutlich machen.
Sahra Wagenknecht (MdB, DIE LINKE) hat einen offenen Brief an das "Inter City Hotel", in dem das "Casting" statt finden soll, verfasst. Der Brief zum Download: