Am Sonntagmorgen, den 28.02.2010 protestierte die LINKE ab 9.00 Uhr vor dem Intercity-Hotel in Düsseldorf. Drinnen castete eine Firma für die US-Armee junge Leute, die für militärische Übungszwecke afghanische Zivilisten darstellen sollen. Also für ein Übungs-Kriegs-Szenario.
Leider lief das Casting nicht ganz nach den Wünschen der Firma. Nur ganz wenige junge Männer wollten sich casten lassen. Frauen kamen gar nicht, obwohl die Firma besonders an Frauen interessiert war, wie einer Friedensaktivistin bei einem Testanruf erklärt wurde.
„Ihr seid hier draußen mehr Leute als drinnen im Saal“, so ein Hotelgast, der mal neugierig in den Raum geschaut hat. Zwei junge Männer ließen sich von der Aktion davon abhalten, sich casten zu lassen. Sie hatten wohl keine Informationen, welcher Art Statisten gesucht wurden. Sie gingen davon aus, dass es sich um einen „richtigen Job“ handelte, den sie dringend suchten.
Die easyplates „Raus aus Afghanistan“ sowie das nachts erstellte Flugblatt kamen sowohl bei Passanten als auch Hotelgästen gut an. Es gab jede Menge Zustimmung zu dieser Aktion. „Die Mehrheit der Menschen wollen doch sowieso keinen Krieg in Afghanistan. Da muss Sahra Wagenknecht im Bundestag noch viel tun“, so ein weiblicher Hotelgast. Ein anderer Hotelgast las den Text der easyplates und murmelte still vor sich hin: „Gut“.
Das Casting selbst sollte ohne Presse ablaufen. Ein Journalist, der es sich ansehen wollte, wurde des Raumes verwiesen.
Eine rundum gute und wichtige Aktion, die viel Zustimmung bekam. Und die Casting-Firma hat wohl ihr Ziel nicht erreicht! Es gab für sie nur eine magere „Ausbeute“.