Das mit fast 97 % Zustimmung auf dem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende angenommene Grundsatzprogramm trägt auch eine Düsseldorfer Handschrift. Bereits in einer ersten Runde hatte der Kreisverband zahlreiche Änderungsanträge an die Programmkommission geschickt, die vom Parteivorstand übernommen wurden. Auch in der zweiten Runde hat der Kreisverband erneut zahlreiche Änderungsanträge vorgelegt. Bereits vor dem Parteitag ist eine Passage inhaltlich in das Programm eingefügt worden, die eine präzisere Formulierung bezüglich der Trennung von Kirche und Staat vorsieht und vor allem auch die Forderung nach gleichen ArbeitnehmerInnenrechten in kirchlichen Einrichtung wie in anderen Unternehmen betont. Auf dem Parteitag selber ist dann noch eine Formulierung übernommen worden, die deutlich macht, dass für uns alle Kriege illegal sind. In der ursprünglichen Formulierung konnte der Eindruck entstehen, dass DIE LINKE lediglich den Krieg im Irak für illegal hält und nicht auch die Kriege in Afghanistan und Jugoslawien. Auch dank dieser Änderung ist das Programm eine gute Grundlage um DIE LINKE weiterhin als einzige Antikriegspartei und als einzige Partei gegen die Umverteilung von unten nach oben zu etablieren. Allerdings muss dafür dieses Programm jetzt nach außen getragen werden. Schließlich sagte Marx nicht zu Unrecht, dass jeder Schritt wirklicher Bewegung wichtiger ist als jedes Programm