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Ben Klar

Ersatzpflanzungen im Bezirk 2

Anfrage zur Sitzung der BV 2 am 04.09.2018: 
Bei den meisten Bauvorhaben, die in der Bezirksvertretung behandelt werden, werden satzungsgeschützte Bäume gefällt. Bei den Diskussionen zu einem möglichen Erhalt dieser Bäume wird von der Verwaltung immer wieder das Argument gebraucht, in den jeweiligen Genehmigungen werden entsprechende Ersatzpflanzungen als Auflagen aufgeführt.

In der Regel erhält die Bezirksvertretung allerdings keine Kenntnis über alle Bauvorhaben bzw. die konkreten Auflagen. Deshalb frage ich als Vertreter der LINKEN in der BV an:

  1. Wie viele satzungsgeschützte Bäume sind in den letzten drei Jahren wegen Maßnahmen im Wohnungs- oder Straßenbau bzw. durch sonstige durch die Stadtverwaltung veranlasste oder genehmigte Maßnahmen im Bezirk 2 gefällt worden?
     
  2. Wie viele Ersatzpflanzungen sind für diese gefällten Bäume vorgenommen worden?
     
  3. Wo wurden die Ersatzpflanzungen vorgenommen und wie viele waren es jeweils? (Bitte aufschlüsseln nach Ersatzpflanzungen auf dem jeweiligen Grundstück, innerhalb des Bezirks, innerhalb des Stadtgebietes, außerhalb des Stadtgebietes)

Mit freundlichen Grüßen

Ben Klar

 

Antwort der Verwaltung am 04.09.2018:

zu Frage 1:
a) Entfernung von Bäumen im Rahmen der Baumschutzsatzung:
Im Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 01.09.2018 sind im Stadtbezirk 2 überschlägig insgesamt 346 Bäume von der Baumschutzsatzung befreit worden. Ob tatsächlich alle Baumfällungen durchgeführt worden sind, ist nicht bekannt.
b) Entfernung von städtischen Bäumen auf Straßen und in Grünanlagen:
Im Zeitraum von 2015 bis 2018 wurden insgesamt 204 Fällungen von städtischen, nicht mehr verkehrssicheren, kranken oder abgestorbenen Straßen- und Anlagenbäumen durchgeführt, über die die Bezirksvertretung 2 informiert worden ist.

zu Frage 2:
a) Ersatzpflanzungen im Rahmen der Baumschutzsatzung:
Im Rahmen der Befreiung von der Baumschutzsatzung werden monetäre Bewertungen nach dem anerkannten Sachwertverfahren von Werner Koch (Baumsachverständiger) vorgenommen, um bei größeren Bauvorhaben (Mehrfamilienhäuser, Gewerbegebäude) den Umfang für Ersatzpflanzungen festzulegen. Im Zeitraum 01.01.2015 bis zum 01.09.2018 wurden demnach insgesamt Ersatzpflanzungen in Höhe von 624.860,- Euro gefordert. Mit dem vorgenannten Betrag können bei einem angenommenen Durchschnittspreis von 800,- Euro pro Jungbaum in etwa 781 Bäume gepflanzt werden. Hierbei handelt es sich um eine deutlich höhere Anzahl als die zur Fällung genehmigten Bäume, da die Sachwertermittlung die Baumart, die Funktion, die Größe und das Alter der Bestandsbäume berücksichtigt. Bisher wurden Ersatzpflanzungen in Höhe von insgesamt 277.670,- Euro durchgeführt. Noch anstehende Ersatzpflanzungen werden seitens der Verwaltung regelmäßig überprüft und ggfls.  angemahnt. Bei kleinen Bauvorhaben (Einfamilienhäuser) wurden im oben genannten Zeitraum Befreiungen im Rahmen der Baumschutzsatzung von insgesamt 19 Einzelbäumen erteilt. Hiervon wurden bisher 10 Ersatzpflanzungen durchgeführt. Auch hierbei werden noch anstehende Ersatzpflanzungen seitens der Verwaltung regelmäßig überprüft und ggfls. angemahnt.
b) Ersatzpflanzungen auf städtischen Grundstücken:
Nach dem Orkan Ela im Jahr 2014 wurden die vertraglichen Vereinbarungen mit den Leitungsträgern aktualisiert und überarbeitet. Bei allen vorzunehmenden Nachpflanzungen sind sogenannte Umlaufverfahren durchzuführen, bei denen die Leitungsträger wie die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb als auch die Telekom etc. die Gelegenheit erhalten, die entsprechenden Standorte hinsichtlich vorhandener  Leitungstrassen zu überprüfen. Nach dieser Standortüberprüfung werden entweder Schutzmaßnahmen im Wurzelbereich der Bäume eingebaut oder aber bei einem zu geringen Abstand zu den Leitungen auf eine Nachpflanzung verzichtet. Die Prüfung von jährlich 600 bis 800 Nachpflanzungen und die Anzahl der zu beteiligenden Träger führen zu einer Bearbeitungszeit von mehreren Monaten. Erst nach Vorlage des Prüfergebnisses können die vorbereitenden Maßnahmen wie  das Ausfräsen des Wurzelstubbens und die Anlage einer ausreichend dimensionierten Baumgrube vorgenommen werden. Von den insgesamt 251 Straßenbäumen, die im Stadtbezirk 2 durch den Orkan Ela ausgefallen sind, wurden bisher 199 nachgepflanzt. Die restlichen Nachpflanzungen werden in der kommenden Pflanzsaison Herbst 2018 / Frühjahr 2019 durchgeführt.

zu Frage 3: Mit der Beantwortung wäre ein hoher Arbeitsaufwand verbunden, der auf Grund der derzeitigen Personalsituation nicht geleistet werden kann. Die Verwaltung bittet hierfür um Verständnis.


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