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LINKE fordert Rücknahme von Klage gegen Streetworker Ordnungsdienst wollte Wohnungslosem Brieftasche abnehmen

Am Mittwoch, den 27.06.2018, um 13 Uhr verhandelt das Amtsgericht Düsseldorf gegen Oliver Ongaro, Streetworker bei fiftyfifty und Sprecher des antirassistischen Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer!". Ihm werden Beleidigung und Körperverletzung vorgeworfen; Ongaro hat seinerseits gegen eine OSD-Mitarbeiterin wegen Körperverletzung geklagt. Im Rahmen seiner Arbeit als Streetworker wollte er vermitteln als der Düsseldorfer Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) am 08.11.2017 einen wohnungslosen fiftyfifty-Verkäufer durchsuchte und ihm die Brieftasche abnahm. Die OSD-Mitarbeiter hatte den Wohnungslosen wegen "unerlaubten Radfahrens in der Fußgängerzone" angehalten. Anstatt dafür nur eine Verwarnung auszusprechen oder eine Geldbuße zu verhängen, unterzogen sie den zu 70 Prozent schwer behinderten Mann außerdem einer Leibesvisitation und wollten all sein Geld einbehalten. Der Streetworker versuchte zu vermitteln, wurde jedoch von einer OSD-Mitarbeiterin mit Stößen gegen das Brustbrein zurückgetrieben.

Am Mittwoch, den 27.06.2018, um 13 Uhr verhandelt das Amtsgericht Düsseldorf gegen Oliver Ongaro, Streetworker bei fiftyfifty und Sprecher des antirassistischen Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer!". Ihm werden Beleidigung und Körperverletzung vorgeworfen; Ongaro hat seinerseits gegen eine OSD-Mitarbeiterin wegen Körperverletzung geklagt. Im Rahmen seiner Arbeit als Streetworker wollte er vermitteln als der Düsseldorfer Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) am 08.11.2017 einen wohnungslosen fiftyfifty-Verkäufer durchsuchte und ihm die Brieftasche abnahm. Die OSD-Mitarbeiter hatte den Wohnungslosen wegen "unerlaubten Radfahrens in der Fußgängerzone" angehalten. Anstatt dafür nur eine Verwarnung auszusprechen oder eine Geldbuße zu verhängen, unterzogen sie den zu 70 Prozent schwer behinderten Mann außerdem einer Leibesvisitation und wollten all sein Geld einbehalten. Der Streetworker versuchte zu vermitteln, wurde jedoch von einer OSD-Mitarbeiterin mit Stößen gegen das Brustbrein zurückgetrieben.

Dazu erklärt Udo Bonn, Kreisvorsitzender der LINKEN Düsseldorf:

"Die Klage gegen Oliver Ongaro ist haltlos. Der Ordnungs- und Sicherheitsdienst versucht damit offenkundig, vom illegalen eigenen Handeln abzulenken. Es ist eine Schande, dass das auf Kosten eines Menschen gehen soll, dessen soziales Engagement und Expertise in der ganzen Stadt geschätzt werden. DIE LINKE fordert, dass die Stadt diese absurde Klage zurückzieht."

Lutz Pfundner, Fraktionssprecher der LINKEN Ratsfraktion Düsseldorf, meint:

"Auch unter SPD-Oberbürgermeister Geisel bleibt die Vertreibung von Wohnungslosen aus dem Stadtbild offenbar Ziel des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes. Eine Partei, die ein 'sozial' im Namen führt, sollte sich schämen, dieses Verhalten des OSD noch zu unterstützen. So kann man die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen fiftyfifty und der Stadt auch torpedieren. DIE LINKE Ratsfraktion fordert eine Rücknahme der Klage und die Abschaffung derjenigen städtischen Vorschriften, die auf eine Verfolgung von Wohnungslosen abzielen. Wohnungslosigkeit und ihre Folgen sind keine Straftat."