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Preispoker um das Glasmacherviertel: Der private Wohnungsmarkt versagt

Drei Viertel des Wohnungsbauprojekts Glasmacherviertel sind erneut an Privatinvestoren weiterverkauft worden. Brack Capital Properties, im Besitz der Adler Real Estate, erzielten für den Verkauf einen Preis von 375 Millionen Euro. 2012 hatten sie das Gelände von der Patrizia Immobilien für wahrscheinlich 130 Millionen Euro erworben. Wohnungsbau fand auf dem Gelände bis heute nicht statt.

Der Preispoker um das Glasmacherviertel sollte ein Weckruf an die Düsseldorfer Politik sein: Verkauft kein Grundstück mehr an Investoren! Das Glasmacherviertel ist seit Ewigkeiten in privater Hand, die Stadt hat keinen Einfluss. Das Ergebnis: Statt Wohnungen zu bauen, hat jeder neue Investor auf einen Reibach beim Wiederverkauf spekuliert. Die Chance für bezahlbaren Wohnungsbau in dem Viertel ist unwiederbringlich vorbei, weil es sich angesichts des Kaufpreises nicht mehr rechnet.

Für die Stadt muss das eine Lehre sein: Grundstücksvergabe grundsätzlich nur in Erbpacht. DIE LINKE bevorzugt, dass die Stadt ihre Grundstücke behält, selbst Wohnungen darauf baut und zur reinen Kostenmiete anbietet. Und vor allen Dingen: Adler/Brack, Patrizia und andere 'Investoren' des Glasmacherviertels dürfen nicht mal mehr in die Nähe eines Bieterverfahrens gelassen werden.