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Ortsverband Düsseldorf Nord-Ost

Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Wir begehen heute den 77 . Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima. Am 6. August 1945 warf der US-amerikanische Bomber "Enola Gay" die mit dem Spitznamen "Little Boy" benannte erste Atombombe in einem Krieg über der japanischen Stadt Hiroshima ab. Den Befehl hatte dazu der US-amerikanische Präsident Harald S. Truman dem General Carl Spaatz gegeben. Der General hatte freie Wahl bei der Zielauswahl. Nur - so wollte es der damalige US-Kriegsminister Stimson, Kyoto war ausgenommen, wegen seiner wichtigen kulturellen Güter. Der Pilot Paul Tibbets erfuhr am 4.8.1945, was sein Auftrag war, nämlich eine Atombombe über Hiroshima abzuwerfen.

In einer Schilderung des Atombombenabwurfs heißt es: "Um 08:16 Uhr und zwei Sekunden explodierte die Atombombe in 600 Metern Höhe über der Innenstadt. Dort befand sich ein Krankenhaus, die Shima-Klinik. Eigentliches Ziel war die etwa 250 Meter entfernte T-förmige Aioi-Brücke gewesen. 43 Sekunden später hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadt dem Erdboden gleichgemacht. Es entstand ein Feuerball mit einer Innentemperatur von über einer Million Grad Celsius. Die Hitzewirkung von mindestens 6000 °C ließ noch in über zehn Kilometern Entfernung Bäume in Flammen aufgehen. Von den 76.000 Häusern der Großstadt wurden 70.000 zerstört oder beschädigt. Von den 350.000 Bewohnern der japanischen Stadt starben damals auf einen Schlag schätzungsweise mehr als 70.000 Menschen. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140.000."

Und dann wurde drei Tage nach dem ersten Einsatz eine zweite Atombombe über Nagasaki von den US-Truppen abgeworfen. Japan kapitulierte. Und noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der atomaren Strahlung.

Die Zahlen zeigen das ganze Leid nicht wirklich auf, dazu bedarf es solcher Schilderungen, wie wir sie gerade eben gehört haben, von Überlebenden dieses Infernos. Wir gedenken der Opfer der Atombombenabwürfe. So etwas darf nie wieder geschehen. Atombombenabwürfe darf es nie wieder geben, alle Atomwaffen müssen vernichtet werden!

Doch es war ausgerechnet Japan, das vom letzten großen Atomunfall in Fukushima betroffen war. Bis heute sind Menschen von der atomaren Strahlung aus Fukushima betroffen, die Unfallstelle in Fukushima ist bis heute eine gefährliche atomare Zeitbombe. Die Trennung in militärische und angeblich "zivile" Nutzung der Atomenergie war noch nie logisch. Es wird tagtäglich in den Atomkraftwerken weltweit Unmengen strahlender Atommüll produziert, der teilweise bis zu 24.000 Jahre Halbwertszeit hat. Bis heute ist unklar, was mit diesem Atommüll passieren soll, ein "Endlager", wie uns die einflussstarke Atomindustrie weiß machen will, kann und wird es nicht geben. Trotzdem wird weiter Atomstrom produziert. Den nachfolgenden Generationen wird dieser hochgiftige Atommüll verantwortungslos überlassen. Die Europäische Union hat mit dem EURATOM-Vertrag bis heute einen Vertrag, der die Atomenergie fördert. In Frankreich zeigt sich, wie eng die militärische und die "zivile" Nutzung der Atomenergie zusammenhängen. In den französischen Atomanlagen wird Plutonium und waffenfähiges Uran produziert, vor allem auch für französische Atomwaffen. Atomwaffen und Atomenergie sind zwei Seiten der derselben gefährlichen Medaille.

Deshalb fordern wir ein Ende der Nutzung der Atomenergie und die Stilllegung aller Atomkraftwerke.

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