Linksletter
Extra Corona Ausgabe #2

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir hoffen euch geht es gut und ihr hattet eine angenehme Woche. Ihr erhalte, nun die zweite Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters.

Wir bekommen inzwischen viele Anfragen verschiedenster Medien und Organisationen bezüglich der Kommunalwahl 2020. Gerne möchte man mit unserer OB-Kandidatin oder unserem OB-Kandidaten sprechen. Wie Ihr wisst konnten wir aufgrund der Corona-Epidemie unsere Kandidatur für das Amt des OB noch nicht durchführen, möchten aber auch die Gelegenheit nicht verpassen, uns und unsere politischen Standpunkte neben denen der anderen Parteien vorzustellen. Daher hat der Vorstand beschlossen, solange unseren Kreissprecher Udo Bonn als Vertreter der Partei zu entsenden.

Gerne wollen wir euch darauf Aufmerksam machen, dass am 3. Mai ein virtuelles Neumitgliedertreffen stattfinden wird. Außerdem veranstaltet unsere Bundespartei momentan zahlreiche Videokonferenzen. Schaut doch mal vorbei https://www.die-linke.de/start/termine/.

Wir wünschen euch, trotz aller Umstände, ein frohes Osterfest und ein paar ruhige Tage. Bleibt gesund!

Solidarische Grüße
Der Kreisvorstand DIE LINKE Düsseldorf

 

 

Inhaltsverzeichnis

 
  1. Berichte aus der Fraktion
  2. Demo vor dem Landtag
  3. Präsenz im Internet
  4. Nächste Vorstandssitzung
 

Berichte aus der Fraktion

 

Eilentscheidungen im städtischen Haupt- und Finanzausschuss getroffen

 

Noch wenigstens bis zum 19. April wird Düsseldorf ohne Mitwirkung von Stadtrat und Ausschüssen regiert. Der Oberbürgermeister berät sich stattdessen bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Fraktionsspitzen im Ältestenrat und versucht, nur die notwendigsten Entscheidungen im Konsens zu treffen. Sie müssen im Nachhinein vom Rat bestätigt werden, sobald dieser wieder tagen kann.

Am Mittwoch kam erstmals statt dem Ältestenrat der Haupt- und Finanzausschuss (HFA ) zusammen. Ein Fortschritt - der HFA ersetzte zwar auch keine Ratssitzung, tagte aber immerhin öffentlich (einschließlich Livestream). Die Presse berichtete ausführlich über die Sitzung, sodass wir im Linksletter nur einige interessante Punkte ansprechen.

Intensiv wurde die Corona-Situation diskutiert. Die Stadt informierte über die aktuellen Zahlen und Maßnahmen. Den aktuellsten Stand erfährt man über den Twitter-Account der Stadt unter twitter.com/Duesseldorf .

Nachdem DIE LINKE am Freitag öffentlich mehr Schutz vor dem Corona-Virus in SeniorInnen- und Pflegeeinrichtungen eingefordert hatte, waren wir erfreut, dass dort nun vorsorglich auf Infektionen mit dem Virus getestet wird.

Angelika Kraft-Dlangamandla, Fraktionssprecherin der LINKEN, gab der Stadt auch mit auf den Weg, passende Informations- und Hilfsangebote für Hörgeschädigte und Sehbehinderte zu schaffen.

Welche Entscheidungen so dringlich sind dass sie im Ältestenrat oder HFA getroffen werden müssen, ist manchmal strittig: So wurde die Entscheidung über Park & Ride-Plätze auf der HFA-Sitzung verschoben, weil von verschiedener Seite Bedarf nach weiteren Beratungen angemeldet wurde. DIE LINKE hätte sonst beantragt, wenigstens die Inbetriebnahme von Shuttleservices zur Messe mit Minibussen zu verschieben, weil durch die Corona-Krise aktuell kein Bedarf besteht.

Ein Förderprogramm für energetische Sanierungen ("Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf") wurde aufgelegt, dessen Dringlichkeit ebenfalls zweifelhaft ist. DIE LINKE beantragte in der Sitzung die Ergänzung der Förderrichtlinie um den Satz "Das Einverständnis von Mieterinnen und Mietern der Gebäude ist Voraussetzung der Antragstellung." Diese Rückversicherung für MieterInnen gegen einen Missbrauch städtischer Fördergelder zur "Aufwertung" und Verteuerung von Mietobjekten lehnten alle anderen Fraktionen ab.

Gegen die Stimme der LINKEN beschloss der HFA die Änderung eines Flächennutzungsplans "Nordöstlich Halbinsel Kesselstraße", der zur Ausdehnung des Medienhafens dient. Damit ist die Realisierung der nächsten Düsseldorfer Luxusbauten, nämlich des "Pier One" des Architekturbüros Ingenhoven, ein Stück näher gerückt.

Die "Notregierung" Düsseldorfs ohne einen Stadtrat leidet unter einem grundsätzlichen Problem: Was geschieht, wenn der Stadtrat nachträglich eine Entscheidung “kassiert”? Der Oberbürgermeister will sich deshalb absichern und nur Entscheidungen treffen, über die Konsens zwischen den Fraktionen besteht. Leider traf das auch den Vorschlag von ADFC und LINKE, über die Osterfeiertage Platz auf den großen Straßen für Spaziergänge und Fahrräder zu schaffen. Eine Mehrheit der Ausschussmitglieder hätte das wohl gerne gesehen, aber CDU und Ampel-Partner FDP waren empört. Ostern bleibt Düsseldorf Autostadt. Wenn die Düsseldorfer*innen Über Ostern keine großzügig angelegten zusätzlichen Fahrradspuren zur Verfügung haben, können sie sich bei der CDU und Der FDP bedanken.

 

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum

 

Am 28. März sollte der europaweite „housing action day“ stattfinden. Es war, geplant in allen europäischen Ländern Aktionen und Demos gegen Immobilienspekulation, Mietwucher und Obdachlosigkeit stattfinden zu lassen.

Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum hatte einen Rundgang durch Oberbilk geplant, um auf die existierenden Missstände aufmerksam zu machen. Aufgrund der aktuellen Situation musste er abgesagt werden, wie viele andere Aktionen in ganz Europa.

Allerdings wurde die Idee umgesetzt, diesen Stadtrundgang virtuell mit Audiodateien umzusetzen. Unter https://bezahlbarer-wohnraum-duesseldorf.de/virtueller-investorenkritischer-stadtrundgang/ könnt Ihr für ausgewählte Standorte die Praxis einiger Investoren und Immobilienunternehmen kennenlernen.

Aber auch ansonsten bleibt das Wohnungsbündnis aktiv. Es werden regelmäßige Videokonferenzen mit Mitgliedern des Bündnisses veranstaltet. Es findet auch ein reger Informationsaustausch mittels Mails statt. Pressemitteilungen sind rherausgegeben worden und zum 30. April bzw. 1. Mai werden Aktionen geplant.

Und auch in die aktuelle Situation in Düsseldorf mischt sich das Bündnis aktiv ein. Denn gerade die Corona-Krise macht deutlich, dass jeder Mensch eine eigene Wohnung haben muss  - zu einem Preis, den sich Jede und Jeder leisten kann.

 
 
 

Demo vor dem Landtag

 

Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

 

Am 6. April 2020 lief im Landtag NRW die erste Anhörung zum sogenannten Epidemiegesetz des Landes anlässlich der Corona-Pandemie. Laschet und Co. versuchen mit dem Gesetzesentwurf im Eilverfahren Ärzt*innen, Pflegepersonal und Rettungskräfte zwangsweise für den Dienst zu verpflichten. Als wären die Arbeitsumstände vor Corona für Pflegende nicht schon prekär genug gewesen, sollen sie jetzt nicht einmal mehr den letzten Ausweg der Kündigung gehen können, um sich selbst zu schützen. Dabei wäre ein Ausstieg aus dem Gesundheitssektor angesichts der flächendeckenden Niedriglöhne in der Pflege und der katastrophalen Arbeitsumstände vor und während der Corona-Pandemie nur verständlich. Das von CDU und FDP als Vertreter*innen einer neoliberalen, profitorientierten Privatisierungspolitik kaputtgesparte Gesundheitssystem soll nun in der Krise mit Zwang aufrecht erhalten werden. 

Das Düsseldorfer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus rief deshalb gemeinsam mit ver.di und DIE LINKE.NRW zum Protest vor dem Landtag auf - selbstverständlich mit genügend Sicherheitsabstand und unter Vorsichtsmaßnahmen. Die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen in der Pflege, mehr Gehalt und der Widerstand gegen den Ausverkauf des Gesundheitswesens wurden auf Transparenten festgehalten. Mit ca. 50 Personen bei einer zweiten Protestaktion am 9. April war die Demonstration dann sogar noch besser besucht als zuvor. Auch DIE LINKE Düsseldorf war mit einigen Genoss*innen bei der Demo vertreten. 

Und eine gute Nachricht gab es zum Schluss auch: der Arbeitszwang wurde aus dem Gesetzesentwurf restlos gestrichen sowie die Laufzeit des Gesetzes befristet. Der Protest wird natürlich weitergehen: die Corona-Pandemie hat auch den konservativen Kräften vorgeführt, dass Enteignung (der Gesetzesentwurf enthält nämlich die Möglichkeit, medizinische Ausstattung von Unternehmen und Privatpersonen zu beschlagnahmen) und Rekommunalisierung des Gesundheitssektors wohl doch keine undenkbaren Vorschläge sind. Wir wollen ein solidarisches, gerechtes und barrierefreies Gesundheitssystem, in dem die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt steht. Während die Pharmalobby und Krankenhauskonzerne sich Milliardenprofite in die Tasche stecken, arbeiten Pflegekräfte nicht nur am wirtschaftlichen Existenzminimum sondern riskieren täglich ihre psychische und körperliche Unversehrtheit bei der Arbeit. Gesundheit darf nicht weiter dem Markt und kapitalistischer Verwertungslogik unterworfen sein, denn im Kapitalismus werden Profite immer mehr wert sein als die Leben der Patient*innen und Arbeiter*innen. Wir bleiben dran.

 
 

Präsenz im Internet

 

Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir eine starke Präsenz im Internet zeigen. Dazu wollen wir euch bitte unsere Inhalte regelmäßig bei Twitter, Instagram und Facebook zu teilen, zu liken oder zu retweeten.

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Nächste Vorstandssitzung

 

DIE LINKE Düsseldorf lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Thema: Vorstandssitzung
Uhrzeit: 15.04.2020 19:00

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/535972528?pwd=TGovdXF1M0FPdFNCWUNBQTJKRFRIUT09

Meeting-ID: 535 972 528
Passwort: 991560

Einwahl nach aktuellem Standort
        +49 69 7104 9922 Deutschland
        +49 30 5679 5800 Deutschland
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