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Julia Marmulla (Düsseldorf-Süd)

Die Auseinandersetzung mit dem Kapital ─ weitere Kapitel werden folgen!

Julia Marmulla, 33 Jahre, ist Politik- und Verwaltungswissenschaftlerin, Fachplanerin für barrierefreies Bauen und spezialisiert auf barrierefreies Reisen. Sie ist für DIE LINKE Mitglied des Düsseldorfer Stadtrates und kandidiert bei der Bundestagswahl 2021 für den Düsseldorfer Südwahlkreis.

In meinem Wahlkreis Düsseldorf bewegt mich vor allem die Wohnungspolitik. Allein in den deutschen Großstädten fehlen zwei Millionen günstige Wohnungen. Das entspricht dem Wohnungsbestand von ganz Berlin! Wir sind mit den Mietkosten schon lange überlastet. Als LINKE wollen wir das radikal ändern. Deshalb fordern wir einen Mietendeckel, mehr Sozialwohnungen und ein Ende der Spekulation mit Boden und Immobilien. Die eigenen vier Wände sind eben keine Ware wie jede andere. Vor jedem Umzug hatte ich bislang Angst, keine bezahlbare Wohnung zu finden. Jedes Mal habe ich mich gefragt: Warum müssen so viele Menschen davor Angst haben, während ein paar wenige Investoren sich Wohnungen als Spekulationsobjekt halten. Politisch können wir daran etwas ändern!

Die Kriege in Afghanistan und Irak haben mich politisiert. Wir sollten die CDU fragen, wie viel ihnen Menschenleben wert sind. Sie lassen es zu, dass Waffen exportiert werden. Waffen, die Menschen bedrohen, vertreiben und töten. Schon als Jugendliche erkannte ich, die Mächtigen wollten mich bei den Kriegen im Mittleren Osten für dumm verkaufen: Es gehe um Demokratie und Menschenrechte. Nein! Es ging schon immer um Rohstoffe und Absatzmärkte. Und zwanzig Jahre später ist die Bundesregierung nicht mal willens, den Ortskräften in Afghanistan und ihren Familien ein sicheres Asyl in Deutschland zu geben. Sie haben für die Bundeswehr gearbeitet und werden nun sich selbst überlassen. So viel zu Menschenrechten. So viel zum Wert des Lebens. Das ist beschämend. DIE LINKE ist die einzige Partei, die sich seit ihrer Gründung für Abrüstung und friedliche Konfliktlösungen einsetzt. Die Weltwirtschaftsordnung muss gerecht und solidarisch organisiert werden.

Diesen Protest werde ich in den Bundestag tragen. Deswegen kandidiere ich in Düsseldorf Süd für DIE LINKE!

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