Erfahrungen am Jobcenter: Wartezeiten unzumutbar lang
Der Düsseldorfer Landtagskandidat, Nils Böhlke (33), hat sich wegen der langen Wartezeiten in den Jobcentern schriftlich an den Geschäftsführer gewandt. Zu den zahlreichen Beschwerden über lange Wartezeiten am Jobcenter Nord an der Grafenberger Alle in Düsseldorf erklärt der Landtagskandidat der Partei die LINKE im Wahlkreis 41 – Düsseldorf II:
„Seit mehreren Wochen hat DIE LINKE als einzige Partei regelmäßig Informationsstände am Düsseldorfer Jobcenter Nord. Dabei ist es für mich nicht nur wichtig, Informationen über DIE LNKE weiterzugeben, sondern auch, Informationen zu erhalten. Mich erreichen vor Ort zahlreiche Beschwerden über die alltäglichen Schikanen, denen Hartz IV-Betroffene ausgesetzt sind. Immer wieder wurden die extrem langen Wartezeiten im Jobcenter bemängelt. Über 300 Personen müssen täglich Unterlagen beim Jobcenter einreichen, haben Fragen zu Leistungsbescheinigungen oder müssen Anträge abgeben. Für entsprechende Vorsprachen müssen Wartemarken gezogen werden – die Wartezeit beträgt dann im Regelfall mindestens eine Stunde. Von daher ist es nicht nachvollziehbar, dass der Geschäftsführer des Jobcenter Düsseldorf, Werner Rous, auf Anfragen zur Wartezeit bisher immer erklärt hat, diese gäbe es nur „in Einzelfällen“. Meine Erfahrungen der letzten Wochen sind andere. Von daher habe ich mich heute mit einem Schrieben an die Geschäftsführung des Jobcenter Düsseldorf gewandt und Maßnahmen gegen die langen Wartezeiten gefordert. An den Standorten Reisholzer Werftstraße und Luisenstraße sieht es, was die Wartezeiten angeht, zudem nicht besser aus. Erst auf Initiative der LINKE-Landtagskandidatin Angelika Kraft-Dlangamandla wurden z.B: in der Reisholzer Werftstraße überhaupt Sitzgelegenheiten für das Jobcenter angeschafft. Die dort Wartenden mussten zuvor zum Teil stundenlang in einer Warteschlange stehen.
Kürzere Wartezeiten lösen selbstverständlich die grundlegend falsche Hartz IV-Politik nicht. Lange Wartezeiten sind allerdings ein demütigender Angriff auf die Würde der Hartz- IV-Betroffenen und müssen

