Rheinmetall AG: Geschäft mit dem Tod boomt
Die Rheinmetall AG ist der zweitgrößte Rüstungskonzern in Deutschland. 2011 steigerte die Gesellschaft ihren Umsatz gegenüber 2010 um 12% auf 4,4 Mrd. Euro. Der Umsatz des Rüstungsbereichs Defence stieg auf 2,1 Mrd. Euro. U. a. stellt Rheinmetall gepanzerte Kettenfahrzeuge, ABC-Schutzsysteme, Groß- und Mittelkaliberwaffen, Flugabwehrsyste-me, Feuerleitsysteme und vieles mehr her. Der Leopard 2 Panzer, der an die Saudis und evtl. auch an Katar geliefert werden soll, wird von Rheinmetall in Zusammenarbeit mit der Waffenschmiede Krauss-Maffai Wegmann hergestellt.
Zweidrittel des Umsatzes der Defence wird durch Waffenexporte erzielt. Dabei liegt der Mittlere Osten mit 20% der Exporte an zweiter Stelle hinter Europa. Ein Teil der Liefe-rungsziele wird als „übrige Regionen“ im Geschäftsbericht bezeichnet. Durch Kooperatio-nen und Beteiligungen hat die Rheinmetall AG ihren Einflusbereich in der Sparte „De-fence“ ständig ausgebaut. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der „Boustead Heavy In-dustries Corporation“ in Kuala Lumpur. „Die Kooperation soll Rheinmetall Defence einen verbesserten Marktzugang für ein breites Spektrum von Produkten und Technologien für die Land-, See- und Luftstreitkräfte Malaysias und Partnerstaaten in der Region eröffnet“ schreibt die Rheinmetall AG in ihren Geschäftsbericht 2011. Welche Staaten in der Region gemeint sind, geht nicht aus dem Bericht hervor. Ebenso bleiben die Lieferstaaten im „Mittleren Osten“ ungenannt, während die einzelnen Nato-Staaten penibel aufgeführt sind.
Lag Rheinmetall 2011 noch auf Platz 34 der weltweit größten Rüstungskonzerne ist die AG inzwischen auf Platz 29 geklettert. Ziel des Konzerns ist es, bis 2013 unter die ersten 20 Rüstungskonzerne weltweit zu gelangen.
Die Dividende für die Aktionäre wurde in 2012 von 1,50 auf 1,80 €, also um 20% erhöht.
