VRR-'Sozial'ticket ist Mogelpackung - DIE LINKE. NRW kündigt Initiative für bezahlbares landesweites Sozialticket an
Die so genannten VRR-'Sozial'tickets sind nicht sozial, sie sind ein Fehlschlag“, kommentiert Bärbel Beuermann, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag, die geringe Inanspruchnahme der verbilligten Fahrscheine anlässlich des heutigen landesweiten Aktionstages der Sozialticket-Initiativen Nordrhein-Westfalens. DIE LINKE. NRW unterstützt die Forderung der Initiativen nach einem Sozialticket, das höchstens 15 Euro kostet, und wird eine entsprechende politische Initiative direkt nach den Wahlen am 13.5. in den Landtag einbringen.
„Meine Partei unterstützt ausdrücklich die Kritik der Sozialticket-Initiativen am Pilotprojekt. Das zentrale Manko des VRR-Sozialtickets ist sein Preis. Er ist einfach zu hoch, als dass sich alle armen Menschen das Ticket leisten könnten. Wer von Hartz IV leben muss, dem werden 18,41 € pro Monat im Rahmen der Regelsätze zugestanden. Das sind 11,50 € weniger, als der VRR für die Monatskarte verlangt. Und in den Taschengeldern von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern wie auch von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern ist gar kein Posten für Fahrkarten enthalten.
Allen diesen Menschen wird Mobilität verwehrt, die zur Teilhabe in einer modernen Gesellschaft aber einfach dazu gehört. Wer das ignoriert, nimmt die Ausgrenzung tausender Menschen billigend in Kauf.
Ich fordere die Ministerpräsidentin Kraft deshalb auf, ihren sozialen Worten endlich Taten folgen zu lassen und sich nicht länger hinter dem gescheiterten Pilotprojekt VRR-Sozialticket und den zuständigen Städten und Gemeinden zu verstecken. Ein für die Menschen bezahlbares landesweites Sozialticket gibt es in NRW nur deshalb nicht, weil sich dem SPD und Grüne gemeinsam mit CDU und FDP in den vergangenen Jahren verweigert haben.
Wir wollen einen öffentlichen Nahverkehr, den sich jede/-r leisten kann. Deshalb kennen wir bei den Ticket-Preisen nur eine Richtung: nach unten! DIE LINKE. NRW unterstützt die Forderung der Initiativen nach einem Sozialticket, das höchstens 15 Euro kostet, und wird eine entsprechende politische Initiative direkt nach den Wahlen am 13.5. in den Landtag einbringen."
