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Fünfzehn Prozent der Beschäftigten in Düsseldorf arbeiten zu Niedriglöhnen

Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in der Hochpreis-Stadt

Düsseldorf mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender

gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde ist längst

überfällig“, erklärt der Kreisvorsitzende der LINKEN. Düsseldorf, Christian

Jäger. Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der

Bundesagentur für Arbeit liegt in Düsseldorf der Anteil der

Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der

Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei 15 Prozent. Das sind in

Düsseldorf 42.783 vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

In Anbetracht dieser Zahlen fordert Jäger: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich

gestoppt werden!“

„In einer Stadt mit nahezu 400 Millionären bekommen über 4400 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Ein

flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die

Steuerzahler würden entlastet.“, so der Kreissprecher der LINKEN weiter.

Mittlerweile 40 Prozent der Arbeitsangebote in Düsseldorfer sind schlecht bezahlte

Zeitarbeitsstellen. DIE LINKE fordert ein Verbot der Leiharbeit und als ersten Schritt Gleichen

Lohn für gleiche Arbeit mit einem Flexizuschlag von 10 Prozent.

„Gerade Leiharbeiter werden zu skandalös niedrigen Löhnen beschäftigt; wir unterstützen die

Forderung unserer Bundestagsfraktion nach der Abschaffung des Tarifvorbehaltes und fordern

den DGB auf, keinen neuen Tarifvertrag für die Leiharbeitsbranche abzuschließen.“

DIE LINKE unterstützt auch die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai

dieses Jahres nach neuen Regelungen für gute Arbeit. Insbesondere den Beschäftigten im

Einzelhandel versicherte DIE LINKE ihre Solidarität und praktische Unterstützung in den

kommenden Wochen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen im Einzelhandel zurzeit für

eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu

Arbeitszeit und Zuschlägen abwehren.

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