Solidaritätserklärung
DIE LINKE. Düsseldorf solidarisch mit den Einzelhandelsbeschäftigen und ihrer Gewerkschaft ver.di
Auch nach der 2. Verhandlungsrunde im Einzelhandel in Nordrhein - Westfalen am 4. Juni in Essen zeichnet sich keine Lösung des Tarifkonfliktes ab. Die Bosse des Einzelhandelsverbandes haben nicht nur kein Angebot für eine Lohnerhöhung angeboten, sondern haben den Konflikt noch verschärft. Sie vertraten noch einmal ihre Position nach einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeit, nach Abschaffung von Spät- und Nachtarbeitszuschlägen für bestimmte Beschäftigungsgruppen, nach Abschaffung sämtlicher Regelungen für Teilzeitbeschäftigte und Schaffung neuer, schlechterer Tarifgruppen für Verräumer_innen und Kassierer_innen. Sie haben von ver.di verlangt, über diese Verschlechterungen mit ihnen zu verhandeln, bevor Sie bereit sind, ein Angebot für eine Lohnerhöhung vorzulegen.
DIE LINKE. Düsseldorf verurteilt diese Erpressungsstrategie der Einzelhandelsbosse aufs Schärfste. Wir wissen, dass der größte Einzelhandelskonzern in Deutschland, die Metro AG ,die in in Düsseldorf ihre Zentrale hat, diese Strategie an vorderster Stelle betreibt. Vor allem die Warenhauskette real, die zu 100% der Metro gehört, dringt auf eine massive Senkung der Personalkosten.
DIE LINKE. Düsseldorf unterstützt die Einzelhandelsbeschäftigen in ihrem Kampf zur Abwehr der von den Unternehmern geforderten Verschlechterungen. Wir unterstützen die Forderung nach einer Lohnerhöhung von 6,5 % und mindestens 140 € für alle Beschäftigten, einschließlich der Auszubildenden.
Wir wünschen den Einzelhandelsbeschäftigen und ihrer Gewerkschaft ver.di viel Kraft und Durchhaltevermögen und hoffen, dass ihre Stärke reicht, um eine gute Erhöhung der Löhne und Gehälter durchzusetzen. Wir werden unsere Unterstützung auch dadurch deutlich machen, dass wir durch Öffentlichkeitsarbeit über die Situation der Einzelhandelsbeschäftigen aufklären und die Kund_innen auffordern nicht in bestreikten Betrieben einkaufen zu gehen.
