Mehr Zebrastreifen für Fußgänger in Düsseldorf
DIE LINKE unterstützt das Projekt der Leo-Satz-Berufsschule .
Zebrastreifen auf der Lorettostraße
Antrag zur Sitzung der Bezirksvertretung 03 am 19. Mai 2015 Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher Schmidt, die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksvertretung 3 stellt für die nächste Sitzung am 19. Mai 2015 folgenden Antrag: 1. Die Bezirksvertretung 3 unterstützt das Projekt der Leo-Statz-Berufsschule, „Zebrastreifen auf der Lorettostraße.“ 2. Die Bezirksvertretung 3 beschließt die Entfernung der LSA ( Lichtsignalanlage, im folgenden Ampel genannt) an der Neusser Straße, Höhe Düssel Straße und ersetzt diese durch einen FGÜ (Fußgängerüberweg, im folgenden Zebrastreifen genannt.) 3. Die Bezirksvertretung 3 beschließt den Bau einer Mittelinsel plus Einrichtung eines Zebrastreifen auf der Hammer Straße in Höhe Lippe Straße, bei den Gehry Bauten. Begründung: Das Bundesumweltamt hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der herausgefunden wurde, dass sich 92 % der unter 19 jährigen EinwohnerInnen mehr Investitionen für den Umweltverbund wünschen. Das bedeutet mehr Ausgaben für Bus, Bahn, Fahrrad und vor allem dem Fußverkehr. Bei den unter 26-jährigen sind es immer noch sehr beachtliche 85%. Diese Studie ist repräsentativ. Die Zebrastreifen an diesen drei Straßen sind aus vielen Gründen wichtig: 1. Die Lorettostraße hat zwar eine 30 km/h Zone, ist aber an vielen Stellen unübersichtlich. Die Straße wird von sehr vielen Fußgängern frequentiert und hat durch viele unterschiedliche Einzelhandelsunternehmen und abwechslungsreiche Gastronomie eine hohe Aufenthaltsqualität. Das Tempolimit wird leider selten eingehalten und an der Stelle nicht kontrolliert. Ein Überqueren wird auch erschwert durch die in 2 Richtungen laufenden Fahrradspuren. 2. Die Neusser Straße ist mit der Haltestelle der Linien 709, 719 und 704 ein wichtiger Übergang. Ebenso ist dies der Fußweg zum Rhein und Medienhafen, der auch von Familien häufig genutzt wird. Die Dauer der Rot-Phase ist an dieser Ampel extrem lang. Viele Fußgänger gehen daher los, bevor es grün wird. Die Ampel ist noch nicht auf LED umgestellt, verbraucht also gegenüber einem Zebrastreifen viel Energie. Ein Umbau finanziert sich daher schnell durch Einsparung der Stromkosten. Eine grüne Welle für Autofahrer macht dort keinen Sinn, da die Autofahrer an der Bilker Kirche sowieso halten müssen. 3. An der Hammer Straße queren viele Fußgänger diese Stelle, wenn sie mit der Straßenbahn zum Büro fahren und am Stadttor vorbei in den Medienhafen gehen. Diese Stelle wird auch zur Querung von den Menschen genutzt, die zum Rhein wollen. Der Weg zur nächsten Ampel am WDR ist zu weit. Außerdem ist diese Ampel bei Fußgängern auch gefürchtet, weil kein Mensch diese in normalem Tempo während der Grünphase überqueren kann. Es gibt bereits einen Zebrastreifen auf der Hammer Straße in Höhe des Erftplatzes. Dieser wird sehr gut angenommen und nimmt vor allem das hohe Tempo auf dieser Straße etwas heraus. Dieser Zebrastreifen müsste mit einer Mittelinsel gebaut werden, da die Straße beidseitig befahren wird. 4. Zebrastreifen haben für Fußgänger viele Vorteile. Geringe Wartezeiten und sicheres Überqueren gehören auf jeden Fall dazu. Außerdem verringert sich insgesamt das Tempo, weil die Autofahrer nicht einfach wie bei einer grünen Ampel durchfahren können. Auch für Autofahrer ist ein Zebrastreifen von Vorteil, da sie weniger Wartezeiten als bei Ampeln in Kauf nehmen müssen. 5. Zebrastreifen werden sicherer, wenn deren Anzahl im Stadtgebiet steigt. In Berlin wurden in der Zeit von 1996 – 2013 im Stadtgebiet die Anzahl der Zebrastreifen von 105 auf 400 erhöht. Die Unfallrate pro Zebrastreifen hat sich seit Beginn des Ausbaus halbiert! 6. Wir müssen mehr für unsere Fußgängerinnen und Fußgänger tun. Mit freundlichen Grüßen Dieter Sawalies Anja Vorspel Fraktion DIE LINKE
