We don´t fight for flowers! Wir kämpfen nicht für Blumen Weltfrauentag 8 März
Frauen verdienen in Deutschland 20% weniger als Männer, damit ist Deutschland Schlusslicht in der EU. Ein Grund für diesen Gender-Pay-Gap ist, dass Frauen häufig in Pflegeberufen oder erzieherischen Berufen beschäftigt sind. Diese Berufe werden immer noch viel zu schlecht bezahlt. Das muss sich endlich ändern, deshalb fordern wir eine tarifliche Aufwertung dieser Berufe.
Am Internationalen Frauentag sind wir daher besonders solidarisch mit den unter prekären Bedingungen arbeitenden Pflegekräften. Es ist unerträglich, dass es immer noch keinen allgemeingültigen Tarifvertrag für den Pflegebereich gibt, da die privaten Heimbetreiber, wie auch die Caritas, den mit ver.di ausgehandelten Tarifvertrag ablehnen.
Einige Politiker und Parteien rufen zum Sturm auf bereits erkämpfte Frauenrechte. Insofern muss das bisher Erkämpfte jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. Zu dem, was erneut erkämpft werden muss, gehört das Recht, selbst über den eigenen Körper und das eigene Leben entscheiden zu können, auch im Falle einer ungewollten Schwangerschaft. Deswegen gehören die Paragraphen 218 und 219a StGB endlich abgeschafft! Unsere Solidarität gilt den Frauen in Polen, die eine breite Bewegung gegen das Abtreibungsverbot aufgebaut haben.
Der Frauentag ist aber auch ein Tag, um daran zu erinnern, dass Frauen im Widerstand zu all den Benachteiligungen der Frauen viel erreicht und erkämpft haben. In Zeiten der Corona Pandemie zeigt sich deutlich, das viele Errungenschaften wieder in Gefahr geraten. Trotzdem ist der 8. März auch ein Tag der Ermutigung. Ein Tag um daran zu erinnern, dass es sich lohnt für Frauenrechte und Solidarität einzustehen. Um es mit den Worten Clara Zetkins zu sagen: Lassen wir uns nicht schrecken durch die Ungunst äußerer Umstände, haben wir für alle Schwierigkeiten nur eine Antwort: Erst recht!"

