Immer mehr Düsseldorferinnen kommen ohne Zweitjob nicht über die Runden
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat sich besorgt darüber gezeigt, dass laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit die Anzahl der Düsseldorfer Beschäftigten, die neben ihrem Haupterwerb einen Minijob haben, auf über 25.000 gestiegen ist. Dazu erklärt der Sprecher der LINKEN. Düsseldorf, Christian Jäger:
„Diese Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen sich das Leben in Düsseldorf ohne einen Nebenjob nicht leisten können. Besonders steigt die Zahl der Frauen die mehr als eine Stelle brauchen, um über die Runden zu kommen – als schlecht bezahlte Verkäuferinnen, Putzfrauen, Servicekräfte oder Pflegerinnen.
Die Angst vor Hartz IV und Sanktionen erhöht den Druck, für wenig Geld und ohne soziale Absicherung zu arbeiten.
Unternehmen wie die Supermarktkette REAL verschärfen die Situation, indem sie einseitig aus Tarifverträgen aussteigen und die Gehälter ihrer Beschäftigten kürzen, um ihre Bilanz aufzubessern. Dafür bekommt REALs Konzernmutter METRO dann noch für ihren Düsseldorfer Hauptsitz niedrigste Gewerbesteuersätze hinterhergeworfen. DIE LINKE fordert deshalb immer wieder dringend: Keine Leiharbeit und Befristung; eine gesetzesverbindliche Tarifbindung, ein Mindestlohn von 12 Euro und eine Sozialversicherung ab der 1. Arbeitsstunde; Hartz IV muss durch eine armutsfeste Mindestsicherung ohne Sanktionen ersetzt werden!“
