Pressemitteilung: Rund 100 Menschen protestieren gegen AfD-Sommerempfang im Palais Wittgenstein
Düsseldorf, 5. Juli 2026 - Rund 100 Menschen haben heute gegen den Sommerempfang der AfD Düsseldorf im Palais Wittgenstein protestiert. Zu der Gegenkundgebung hatte der Kreisverband DIE LINKE Düsseldorf gemeinsam mit Düsseldorf stellt sich quer und Widersetzen Düsseldorf aufgerufen.
Düsseldorf, 5. Juli 2026 - Rund 100 Menschen haben heute gegen den Sommerempfang der AfD Düsseldorf im Palais Wittgenstein protestiert. Zu der Gegenkundgebung hatte der Kreisverband DIE LINKE Düsseldorf gemeinsam mit Düsseldorf stellt sich quer und Widersetzen Düsseldorf aufgerufen.
Mit Sprechchören, Redebeiträgen und lautstarkem Protest machten die Teilnehmenden deutlich, dass die AfD und ihre extrem rechten Positionen in Düsseldorf auf entschlossenen Widerstand stoßen.
„Ganz egal, wie oft städtische Räumlichkeiten für Veranstaltungen der AfD genutzt werden können – wir werden immer da sein und gegen sie demonstrieren. Denn diese Stadt gehört den Menschen, die solidarisch zusammenleben – nicht denjenigen, die spalten, hetzen und ausgrenzen wollen“, erklärte Valentine Ryhsen, Versammlungsleiterin der Kundgebung und Vorstandsmitglied des Kreisverbands DIE LINKE Düsseldorf.
Kritik äußerten die Veranstalter*innen insbesondere an den eingeladenen Gästen des AfD-Sommerempfangs. Zu den angekündigten Rednern gehörten unter anderem der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich, der sich selbst als das „freundliche Gesicht des NS“ bezeichnete, Luca Hofrath, Vorsitzender der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland NRW, die vom Verfassungsschutz NRW als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wurde sowie der nordrhein-westfälische AfD-Landtagsabgeordnete Zacharias Schalley. Die Veranstalter*innen sehen darin einen weiteren Beleg für die Vernetzung der Düsseldorfer AfD mit dem extrem rechten Parteiflügel.
Auch der Veranstaltungsort sorgte für Kritik. Der Sommerempfang fand mit dem Palais Wittgenstein in einer städtischen Kulturstätte statt.
„Ich stehe hier heute als Antifaschist, aber ich stehe hier auch als Theatermacher und Kulturschaffender. Und einmal mehr wird ein Ort der Kultur, eine Hochburg der Demokratie, ein Zellkern von Humanismus und Menschenfreundschaft von Rechtsextremen vereinnahmt. Während wir, die etwas dagegen tun wollen, machtlos zusehen müssen, bleiben diejenigen, die tatsächlich etwas dagegen tun könnten, offenbar untätig“, erklärte Robert Zeigermann von PRÜF NRW.
Kritik gab es außerdem am Polizeieinsatz rund um die Gegenkundgebung.
„Die Polizei hat es heute Gästen der AfD-Veranstaltung ermöglicht, quer durch die Gegenkundgebung zu ihrem Veranstaltungsort zu gelangen. Menschen, die zur Gegenkundgebung wollten, wurden dagegen am Anfang der Bilker Straße daran gehindert, direkt zur Kundgebung zu gelangen, und mussten einen großen Umweg in Kauf nehmen. Eine solche Organisation eines Gegenprotests ist nicht in Ordnung. Wir fordern, dass der Zugang zu genehmigten Gegenkundgebungen künftig ohne Behinderungen ermöglicht wird“, erklärte Andreas Strey, Vorstandsmitglied des Kreisverbands DIE LINKE Düsseldorf.
Die Veranstalter*innen ziehen dennoch ein sehr positives Fazit. Trotz der kurzfristigen Mobilisierung beteiligten sich rund 100 Menschen am Protest. Mit lautstarken Sprechchören und Redebeiträgen machten sie deutlich, dass sich die extreme Rechte auch in Düsseldorf nicht ungestört vernetzen kann.
