Wohnungsmarktreport zeigt den Bankrott des Handlungskonzepts Wohnen
Gestern stellte die früher landeseigene LEG Immobilien AG ihren "Wohnungsmarktreport NRW" für 2016 vor. Er zeigt, dass die Mietbelastung in Düsseldorf die höchste in ganz Nordrhein-Westfalen ist: Düsseldorfer Haushalte müssen im Schnitt 24,5 Prozent ihres Einkommens für die Warmmiete ausgeben. Die LEG sieht Mieten von bis zu 7 Euro pro Quadratmeter als preiswert an, während die Düsseldorfer Durchschnittsmiete 9,63 Euro pro Quadratmeter beträgt. Dazu erklärt Christian Jäger, Sprecher der LINKEN. Düsseldorf:
"Was die LEG vorgelegt hat, zeigt den Bankrott des 'Handlungskonzepts Wohnen'. Wo sind denn die günstigen Wohnungen, die der Oberbürgermeister versprochen hat?“
Jäger weiter: „Das Handlungskonzept war von Anfang an eine Mogelpackung zugunsten der Immobilienbranche. Was eine bezahlbare, förderfähige Miete ist, hätte die Ampel über die Einkommen der Menschen definieren müssen statt über die erhofften Gewinnspannen der Immobilienwirtschaft. Die 20% wirklich bezahlbarer, 'sozialer' Wohnungsbau im Handlungskonzept Wohnen sind nur ein Alibi für 80% privates Gewinnstreben.
Wohnen aber ist ein Menschenrecht, das die reiche Stadt Düsseldorf allen ihren Einwohnern ermöglichen müsste. Die Stadtregierung muss darum aufhören, ihre Grundstücke zu verschachern und stattdessen die Städtische Wohnungsbaugesellschaft darauf Wohnungen bauen lassen. Darin wären städtische Gelder nachhaltig gut angelegt. Die SPD muss hier endlich den Mut finden, sich gegen die Klientelpolitik ihrer Ampel-Partner durchzusetzen."
